Mittwoch, 11. Januar 2012

EMULSION - CREME - LOTION

Eine Emulsion besteht aus zwei nicht  miteinander mischbaren Flüssigkeiten (z.B. Wasser und Öl)  die mit Hilfe eines Emulgators eine dauerhafte Verbindung eingehen. Der Emulgator verhindert eine frühzeitige Phasentrennung.  Mayonnaise oder Milch, sind bekannte Beispiele für Emulsionen.
Auch unsere kosmetischen Cremes und Lotionen sind Emulsionen und bestehen aus Lipiden und öllöslichen Bestandteilen  sowie  Wasser und wasserlöslichen Komponenten. Der Einfachheit halber nennen wir sie Fett -und Wasserphase. Diese Einteilung gilt natürlich auch für die prozentuale Berechnung der Fett- und Wasserphase.


Fettphase

1. Öle (z.B. Mandelöl, Sheabutter )
2. Wachse (z.B. Bienenwachs, Beerenwachse)
3. Emulgatoren (z.B. Wollwachs, Stearate, Lecithin)
4. Konsistenzgeber ( z.B. Cetylalkohol)
5. Öllösliche (lipophile)  Wirkstoffe ( z.B. Vitamin E, Ascorbylpalmitat) 


Wasserphase

1. Wasser
2. Konservierungsstoffe (z.B. Alkohol)
3. Pflanzenextrakte ( z.B. Tinkturen, Hydrolate)
4. Verdickungsmittel ( z.B. Xanthan, Alginate)
5. NMF Stoffe ( z. B. Glycerin, Urea, Milchsäure, Hyaluron )
6. Wasserlösliche (hydrophile) Wirkstoffe  (z.B. Panthenol, Magnesiumascorbylphosphat)
7. Verdickungsmittel ( z.B. Xanthan, Alginate)


Die meisten Hobbyrührer rechnen die Wirkstoffe unabhängig von ihrer Löslichkeit zur Wasserphase. Bei geringen Mengen wird das auch keinen entscheidenden Einfluss auf das Ergebnis haben, obwohl es streng genommen falsch ist.   Wenn allerdings 10% eines fettlöslichen Wirkstoffes, z.B.  Vitamin E (Tocopherol) hinzu kommen,  ist es ratsam den Wirkstoff der Fettphase zuzuschlagen.

Übersicht und Einteilung der Lipide:
http://www.chemieunterricht.de/dc2/milch/lipide.htm