LANOLINCREME - DER KLASSIKER

W/O Emulsionen  mit Wollwachs eignen sich besonders für die trockene, angegriffene  Haut  Die Cremes mit diesem traditionellen  Emulgator werden ziemlich schwer und fetthaltig, ziehen aber mit geringen Anteilen an Esteröl und Jojobaöl relativ gut ein und erzeugen dadurch ein sehr schönes Hautgefühl.
Die  ideale Körperpflege für die kommenden kalten Tage.

REZEPT
Gesamtmenge: 100 g
Fettphase: 60%
Emulgator: 12% 


Phase 1

  • 48.00 g Ölmischung*
  • 12.00 g Lanolin Anhydrit

Phase 2
  • 37.0 g Rosenhydrolat
Phase 3
  • 3,0 g Tinktur nach Wahl   (z.B. Tonkaextrakt)
  • 10 Tropfen äth. Öle ( z.B. Benzoe, Rose, Zitrone)
*10.0g Mandelöl
  10.0 g Dermofeel sensolv 
  5.0g Sheabutter
  5.0 g Avocadoöl
  5.0 g Jojobaöl
  5.0 g Kakaobutter
  5.0 g Bienenwachs
  3.0 g Nachtkerzenöl



HERSTELLUNG

1. Phase 1 schmelzen
2. Phase 2 auf 60° C erhitzen
3. Phase 2 per Hand  in die etwas abgekühlte Fettmasse schluckweise hineingeben und emulgieren.
4. Bei Handwärme die Phase 3 unterrühren.



Die Creme ist nach dem Vorbild der Créme Simon gerührt. Ein sehr altes Rezept, welches vermutlich im 18. Jahrhundert in Frankreich entstanden ist.
Die Pionierin der Naturkosmetikherstellung, Stefanie Faber hat es in ihrem Buch „Das Rezeptbuch für Naturkosmetik“ erwähnt und sie hat daraus ein Basisrezept entwickelt, das ein guter Anhaltspunkt für eigene Rezepturen sein kann.


BASISREZEPT VON STEFANIE FABER
5 g Bienenwachs
5 g Kakaobutter
10 g Lanolin (Wollwachs)
40 g Mandelöl
40 g Rosenwasser


KONSERVIERUNG

In einer Broschüre für Apotheker von DAC und NRF: "Tabellen für die Rezeptur" vom Govi Verlag steht für wasserhaltige Wollwachsalkoholsalbe mit 50% Wassergehalt: "Keine Konservierung notwendig , jedoch empfehlenswert"
W/O Emulsionen sind weniger kontamiantionsanfällig als O/W-Emulsionen, weil  ihre innere wässrige Phase -  umgeben von der Ölphase -  die Vermehrung von Keimen unterbindet.
Ich stelle meine W/O-Cremes mit mindestens 60% Fettgehalt ohne Konservierung her, verwende sie aber nur maximal vier Wochen. Nachteilige Auswirkungen auf meiner Haut konnte ich bisher nicht beobachten. Die Creme sollte nach diesem Zeitraum entsorgt werden, auch wenn sie augenscheinlich noch gut aussieht.
Falls eine Konservierung gewünscht wird, empfehle ich Alkohol.



WOLLWACHS
Andere Bezeichnungen sind Lanae cera, Adeps lanae anhydricus. Wollwachs kann je nach Sorte das 2-3 fache an Wasser binden. Wenn Kakaobutter und Bienenwachs in der Rezeptur enthalten sind, so kann man gerne vom 4 fachen  ausgehen. Auch co-emulgierende Öle, wie z.B. Jojobaöl oder Avocadoöl können die Fettmenge reduzieren und dadurch den Wasseranteil erhöhen.

Nicht zu verwechseln mit dem im Deutschen Arzneibuch (DAB) aufgeführten Lanolin, welches neben Wollwachs noch Paraffinöl und Wasser enthält.

WOLLWACHSALKOHOL  ist  verseiftes Wollwachs.

Kommentare

didit hat gesagt…
Das Rezept finde ich extrem interessabt und es reizt mich sehr es auszuprobieren! Kannst du mir sagen, was Isoamyl Laurate genau ist und ob ich das auch ersetzten oder weg lassen kann, wenn ich das nicht zu Hause habe - wovon ich einmal ausgehen!?
Herzlichen Dank!
lg michi
Marit hat gesagt…
Hallo Michi,
mit diesem Öl wird die Creme leichter, sie dringt schneller ein und liegt nicht sehr lange als Fettschicht auf der Haut.
Die Pflanzenöle zeigen im Allgemeinen ein geringes Spreitverhalten. Das sieht und spürt man auf der Haut. Ein wenig Esteröl macht aus einer schweren Creme eine leichte. Gib einfach mal in die Suchfunktion ein, da kannst du eine Menge darüber lesen.

Vielleicht hast du Squalan zu Hause.
Das wäre zwar kein gleichwertiger Ersatz aber immerhin spreitet Squalan 3 mal mehr als Mandelöl.
Bei den Esterölen kannst du von 5 mal mehr ausgehen.
LG Margit
Anonym hat gesagt…
Hallo,

woher bekomme ich Isoamyl Laurate

LG Gabi
Marit hat gesagt…
Im Shop AleXmo
LG Margit
Marit hat gesagt…
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LG Margit