QUITTEN GEL



Zur Herstellung von transparenten , elastischen Gelen werden sowohl natürliche als auch synthetische Verdicker eingesetzt. Der Nachteil der natürlichen Gele mit Quittenkernen, Leinsamenkernen etc. ist ihre leichte Verderbnis durch mikrobielle Kontamination, welche vor allem durch die Schwebstoffe ausgelöst wird.
Deshalb habe ich am Beispiel des Quittengels eine Methode ausprobiert, die sich mittlerweile bewährt hat.


ZUTATEN
für 100 g Gel

4 g Quittenkerne
42 g Weingeist  (96%igem (V/V) Ethanol)
14 g Glycerin (99%ig)
40 g Rosenhydrolat - unkonserviert

30 Tropfen Benzoetinktur
1 Tropfen Rosenöl


HERSTELLUNG

Die unverletzten (nicht zerquetschten Quittenkerne) mit Weingeist ca. 5 Minuten tränken. Die abgetropften Quittenkerne  mit Rosenhydrolat übergießen und einige Stunden ausquellen lassen.
Die meisten Quittenkerne setzen sich ab und es entsteht ein Gel.

Das Gel filtern  und mit  Glycerin, Alkohol, Rosenöl und Benzoetinktur aufgießen. In ein Fläschchen abfüllen und nach drei Tagen erneut filtern. Den eventuellen Bodensatz nicht dazu nehmen.


ANWENDUNG

Quittengel wird seit langem in der Volksmedizin aber auch kosmetisch eingesetzt. Es pflegt durch die Schleimstoffe und versorgt die Haut mit Feuchtigkeit. Gereizte und wunde  Haut wird beruhigt. Dieses Gel kann nicht nur in Masken, sondern auch in Lotionen, Cremes und Gesichtswasser verarbeitet werden.


HALTBARKEIT

Wie bei jeder selbstgemachten Kosmetik kann ich leider keine genauen Haltbarkeitszahlen ohne Labortest  nennen.
Ich habe schon  ein Jahr altes Gel in einer Emulsion ohne Problem verarbeitet. Meine Haut war auf keinen Fall irritiert. Trotzdem, wer auf Nummer sicher gehen will,  rechnet mit drei Monaten Haltbarkeit.



Kommentare

Netti Hyazinthe hat gesagt…
Hallo Margit,
schön, dass Du da experimentierst.
Ich verwende auch weiterhin Pflanzengele, vor allem Eibisch und Carrageen, konserviert mit alkoholischer Benzoetinktur.
Die Feuchtigkeitsspendende Wirkung finde ich unvergleichlich.
Durch entsprechende Verarbeitungsmethoden fühle ich mich damit recht sicher. Außerdem kontrolliere ich Proben unter dem Mikroskop.
Carragengel habe ich schon mit Zitronensäure, Kaliumsorbat und Natriumbenzoat erfolgreich konserviert.
Aber Benzoetinktur ist mir natürlich lieber.

Glycerin ist eine prima Idee.
Marit hat gesagt…
Schön Netti,
das bringt mir Hoffnung, wenn du auch schon positive Erfahrungen gesammelt hat.
Gruß Margit
Anonym hat gesagt…
Tolle Idee! Aber wie rechnet man das nochmal aus, wieviel im Endprodukt (Creme und co.) ist an Konservierung? Steh da noch auf´m Schlauch. Über Mischungskreuz?